Die Erweiterung der menschlichen Psyche
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satyricon

im schwarzmetallischen gewitter schallten die klänge der norwegischen ikonen satyricon durch die kleinen hallen des kato, das eindeutig überfüllt war. im bad blut, schweiß und tränen konnte ich - so manchem arm im rücken, umgeben von einer horde ähnlich fühlender - über eine stunde lang den musikalischen armageddon erleben. es nahm schon liturgische züge an, wenn alles nach berührung eines musikers drängte. an lebruns massenpsychologie fühlte ich mich erinnert. denn wir gingen auf in ihr. ich konnte, mich in trance befindend, reflektieren, dass ich in einem hysterischen schwall von emotionen hineingeraten war. das kollektive unbewusste wurde die archaische musik geweckt. krönender abschluss bildete schließlich die ode "mother north", einem wahrlich neoklassizistischen werk.

13.10.06 18:07


identifikation

langsam nehme ich merkwürdige verhaltensweisen (identifikation mit der väterlichen rolle?) an. ich gehe in eine metalkneipe - im unterschied zu anderen personen, die lieber die guiness- oder köpi- bar vorziehen -, um dort sekundärliteratur über die geschichte preußens zu sezieren, weil mir die eigenen vier wände als zu bedrückt erscheinen.
6.10.06 08:13


NIEMAND

NIEMAND hat das recht, mich am umgang mit meiner verlobten, meinen freunden und meinen saufkumpels zu hindern, NIEMAND - kein grenzüberschreitender nötiger, kein verleumder und kein verlogener doppelmoralist!!!

und wer das nicht begreift, bekommt was AUF DIE FRESSE!!! 

 

3.10.06 13:50


endlösung der vanitasfrage

die erkenntnis, dass die menschliche existenz nichtig und vergänglich sei, führt zur konsequenz, dass die sich im ich des menchen manifestierte eitelkeit das grundübel der spezies homo sapiens sapiens sei.

aus dem grunde führen wir einen heiligen krieg gegen das menschliche ego, auf dass es an einem hundetod zu grund geht.

verflucht und verdammt seien die widerwärtigen existenzen, die ich groß schreiben!!!! verreckt an eurem eigendünkel!!

der fehler vieler misantrophen besteht darin, dass sie einmal die endlösung der vanitasfrage auf die physische existenz des menschen reduziert haben und zum anderen sich aus dem menschenhass ausgenommen haben.

in dem sinne sei unsere forderung:

KILL YOUR EGO, BUT NOT YOUR SELF!!!!!! 

  

 

 

2.10.06 13:46


zum freitod des shining-sängers kvarforth

seit einigen wochen geht das gerücht um die welt, der sänger der avantgardistischen black-metal-kapelle SHINING, kvarforth, habe sich umgebracht. viele dafür sprechende gründe wurden von seinen mitmusikanten auch eingeräumt. der zugeschriebene freitod des sängers dürfte doch nur die wenigsten zeitgenossen verwundern. ein künstler, der mit seinem gekreische als prototyp des vorreiter- genre suicidal black metal angesehen werden kann und in ihr seine empfindungen ausdrückt, handelt nach einer inneren konsequenz. denn nur wenigen können ihr denken, handeln und fühlen in einklang bringen. dafür verdient er seine würdigung. denn seit ungefähr fünfzehn jahren wartet man in der schwarzmetallischen bewegung auf eine neue radikalisierte wende. die zeit der kirchenbrände  und morde ist vorbei; nun richtet sich die vorhandene aggression gegen das eigene fleisch. viele misantrophen vergessen, dass sie selbst zu der spezies "mensch" dazugehören. der vorwurf, dass menschenhass ein erweiterter selbsthass wäre, ist nicht ganz unberechtigt. man selbst sieht bei anderen die fehler, die man bei sich selbst nicht sehen will - die menschliche psyche wehrt jede angriffe gegen ihr eigenes ego ab. so ist der selbstmord auch aus der sicht der sich als misantrophisch begreifenden bewegung konsequent. eine kritische stimme meinte schon, dass ein aufruf zum selbstmord viele nachahmer finden würde. so nachahmerisch - wie menschen nun mal sind - braucht kvarforth keine verbale äußerung dafür. seine musik hat schon für sich gesprochen, in dem sie, in tradition von goethes "werther" oder dem lied "gloomy sunday" stehend, menschen in ihrer  handlungsmotivation zum suizid bestärkt. aber auch wir können nur hoffen, dass menschen freien willens ihren freiwilligen beitrag gegen überbevölkerung leisten.

30.8.06 21:07


zeitgedicht

im jahre zweitausendsechs
enthüllte sich
die vergangenheit
des größten moralischen brechtrommlers
- der sich stets mit größtem eifer
gegen das vergessen
ausgesprochen hatte -
unserer zeit.

ein ehrenbürgermeister von danzig
schlug vor
dem literaturnobelpreisträger günter grass
seinen „ichsprechesnichtaus“
nach der enthüllung der ss-vergangenheit
von seinem überdimensionalem adamsapfel
abzunehmen.

doch warum soll ein mensch
- der für seine onanierszenen in stockholm
seine würden erhielt –
denn im krebsgang nach canossa krabbeln?


blieb er denn nicht stets ein großes vorbild?
30.8.06 18:48


warum kleinschreibung?

es mutet wohl befremdend an, warum der verfasser in seinen beiträgen die großbuchstaben vermeidet und seine blogs - außer den längeren abhandlungen - mit einer peramenenten kleinschreibung ausfüllt. drückt er damit seine anglophile oder unterschwellig seine submissive neigung aus? wähnt er sich in elitärer tradition eines stefan george, der in seinen gedichten sich durch eine sehr freizügige interpunktion und form auszeichnete? oder bekennt er sich gar zur modernen lyrik und betreibt er auf diese weise lyrische agitation nach dem muster enzensberger? - an so manchen antworten mag was dran sein; doch der weisheit letzter schluss bildet keine von ihnen. denn nicht jede form verlangt ihre rechtfertigung.

29.8.06 16:19


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